hellfavicon

Wie erkenne ich Qualitätsware

Trauen Sie beim Kauf von Fleisch und Fisch Ihren Augen, denn zumindest grob läßt

sich die Qualität auf einen Blick beurteilen. Dicke Fettschichten sind zwar heute bei den

meisten Kunden nicht mehr erwünscht, aber eine Marmorierung mit dünnen Fettadern

sorgt für zartes, saftiges Fleisch und gutes Aroma. Fleisch, das im eigenen Saft liegt,

weist keine gute Qualität auf und schrumpft beim Braten. Auch die Farbe gibt bereits

einen Hinweis auf Qualität.

Fragen Sie Ihren Metzger nach der Herkunft seiner Schlachttiere. In den meisten Metzger-

eien hängt eine Information über die Herkunft der Tiere und eine Selbstverpflichtung der

Metzger, nur Tiere von einwandfreier Herkunft zu verarbeiten. Auch Handelsketten geben

mittlerweile eine sogenannte Gütesiegel-Garantie. Der Metzger kann durch seinen Einkauf

direkt beim Züchter die Fleischqualität garantieren und indem er nur Fleisch von Schlacht-

tieren abnimmt, die das BQP (Basisqualitätsprüfung) Gütesiegel haben. BQP ermöglicht

den Herkunftsnachweis der Tiere und der eingesetzten Produkte.


Rindfleisch

Rindfleisch ist das zum Grillen am besten geeignete Fleisch. Da die Bezeichnung „Rind“ von

der Färse über den Bullen und Ochsen bis zur Kuh reicht, muß man beim Einkauf allerdings

aufpassen. Auch sind längst nicht alle Teile vom Rind zum Grillen ideal.

Das Fleisch soll dunkelrot, feucht und gut mit weißen Fett marmoriert sein. Gelbes Fett läßt auf

alte Tiere schließen, kann aber auch ein Zeichen von Weidehaltung sein (den Metzger befragen).

Nach dem Anschneiden ist das Fleisch dunkelrot, wird an der Luft jedoch schnell heller.

Das Fleisch muß unbedingt 10 bis 14 Tage abhängen, und zwar fachmännisch beim Metzger.

Am besten ist es, lange vorzubestellen und darauf hinzuweisen, daß das Fleisch zum Grillen

gedacht ist.

Roastbeef ist kräftig rot und hat einen mageren Fleischkern mit Fetteinlagerungen zwischen den

Muskeln. Graues Fleisch ist nicht in Ordnung.


Schweinefleisch

Schweinefleisch ist vorzüglich zum Grillen geeignet, und jeder Anfänger auf diesem Gebiet sollte

mit dem mehr oder weniger fetten Schweinefleisch seine ersten Erfahrungen sammeln.

Das Fleisch soll dunkelrosa, aber nicht blaß, rot oder grau sein. Das Fett ist weiß oder cremefarben.

Die Anschnittfläche soll fast trocken sein. Nasse Verpackung ist ein Zeichen für unsachgemäße

Behandlung. Schweinefilet hat zartes, kräftig rosa-rotes Fleisch und ist leicht durchwachsen.


Lammfleisch

Zu den besonderen Grillspezialitäten hat schon immer das Schaf gehört. Ganze Völkerstämme

ernähren sich hauptsächlich von diesem Fleisch. Vorzugsweise wird es gegrillt. Deshalb sind eine

Reihe sehr nachkochenswerter Grillrezepte überliefert – speziell vom Balkan.

Qualitativ hochwertiges Lammfleisch erkennen Sie an der hell- bis ziegelroten Farbe und am fast

weißen Fett. Sollte das Fleisch dunkelrot sein und auch gelbliches Fett haben, war das Tier beim

Schlachten älter als 1 Jahr.


Kalbfleisch

Da sind immer noch ein paar „Spezialisten“, die behaupten, Kalbfleisch sei nicht zum Grillen 

geeignet. Doch es gibt tatsächlich eine Reihe von ausgezeichneten Grillrezepten. Wenn man

einige Regeln beachtet, hat der verbreitete Spruch: „Kalbfleisch ist Halbfleisch“ keinerlei Gültigkeit. 

Gutes Kalbfleisch hat eine helle Farbe und wenig Fett. Die Knochen sollen weiß oder rosa sein. 

Nasse Verpackung zeigt, daß das Fleisch eingefroren oder sehr frisch war.


Geflügel

Mit den gegrillten Hähnchen wurde bei uns sicher die Methode des Grillens erst so richtig bekannt.

Frisches oder aber auch tiefgefrorenes Geflügel ist ideal zum Grillen, wenn es sich um junge Tiere

handelt. Stecken wir die alten lieber in den Suppentopf, denn sie werden auf dem Rost ungenießbar.

Die Haut soll hell, fleckenfrei und nicht ausgetrocknet sein. Gelbliche Farbe bedeutet gelbes Futter-

mittel, z. B. Mais.


Innereien

Die meisten Innereien verwandeln sich auf dem Grill in wundervolle Leckerbissen und

überzeugen auch eingefleischte Gegner von ihrem kulinarischen Wert. Nicht nur, daß sie meist

preiswerter als Fleisch sind, sie stellen geschmacklich immer eine Besonderheit dar und zeugen

von Ideenreichtum des Gastgebers und Hobbykochs. Frische Innereien sind feucht, glänzend und

haben keine trockenen Stellen. Grünliche Farbe, schleimige Oberfläche und ein strenger Geruch

sind Zeichen für verdorbene Ware.


Fisch

Der Fisch sollte angenehm nach See oder Meer riechen. Die Augen müssen prall und klar sein,

die Kiemen leuchtend rot , die Haut glänzend, ohne jegliche Druckstellen und mit klarem Schleim

versehen.

zum Seitenanfang


zurück zur Grill-Einstiegsseite